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    Operationsdauer : ca 30 Minuten pro Seite

    Patienten-Informationsbroschüre hier

    Stationär : 2-3 Tage

    Anteil minimal invasiver Operationen: 80%

Unsere Hernienchirurgie wurde ausgezeichnet mit dem Zertifikat "Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie" der DGAV, der Chefarzt wird in der Focus Ärzteliste "Hernienchirurgie" 2016 + 2017 geführt.

                         

Leistenbrüche gehören zu den häufigsten Erkrankungen weltweit. Alleine in Deutschland treten pro Jahr cirka mehr als 250.000 Leistenbrüche neu auf. Ein Leistenbruch kann entweder angeboren oder erworben sein. Insbesondere Männer sind überdurchschnittlich häufig hiervon betroffen.

Leistenbrüche (lat.: Hernien) stellen mit einem Anteil von 1/5 aller Operationen den häufigsten chirurgische Eingriff weltweit dar.Man geht davon aus, dass bei 4% der Erwachsenen eine Hernie diagnostiziert wird. Zu 90% sind hierbei Männer betroffen.

Leistenbrüche sind entweder angeboren oder erworben.

Die häufigste Bruchform ist der angeborene Leistenbruch (indirekter Leistenbruch), der zu 49% auf der rechten Seite und zu 38% auf der linken Seite und zu 13% beidseits auftritt. Der angeborene Leistenbruch entsteht infolge einer inkompletten Entwicklung der frühkindlichen Bauchwand. Der erworbene Leistenbruch (direkter Leistenbruch) entsteht aufgrund einer Schwäche der Bauchmuskulatur im Bereich der Leistenregion.

Mitverantwortlich gemacht wird auch eine konstitutionelle oder degenerative Bindegewebsschwäche, Übergewicht, Lebensalter und Nikotin. Darüber hinaus werden weitere Ursachen wie z.B. Druckerhöhung im Bauchraum oder Unfallfolgen für einen direkten Leistenbruch verantwortlich gemacht.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass keiner der oben aufgeführten Faktoren alleine zur Ausbildung eines Leistenbruches führt.

Leistenbrüche sind bei Frauen aufgrund der Anatomie der Leistenregion seltener. Allerdings sind auch Frauen nach Schwangerschaften, Kaiserschnitten oder andern gynäkologischen Operationen heute zunehmend von Leistenbrüchen betroffen.

 

Die korrekte und schnelle Diagnose eines Leistenbruchs ist nur einem Spezialisten auf diesem Gebiet möglich. Durch die Kombination seiner medizinischen Erfahrung, evtl. in Kombination mit einem modernen bildgebenden Verfahren wird eine sichere Diagnose gestellt.

Häufige Symptome eines Leistenbruchs sind Schmerzen besonders nach körperlicher Belastung, meist verbunden mit einer Schwellung in der Leistenregion. Eine körperliche Schonung führt meist nur zu einem kurzfristige Besserung – die Beschwerden treten nach einem kurzen Intervall erneut und meist verstärkt auf. Durch die Möglichkeit des Eintritts von Darm in den Bruchsack, der sichtbaren Schwellung, ist der Leistenbruch eine Erkrankung, die immer einer operativen Behandlung bedarf.

Leistenbruchbehandlung im Mittelalter....

.... und heute.

Kompliziert und lebensbedrohlich wird die Situation, wenn sich im Bruchsack Darm einklemmt. Dabei treten immer stärkste Schmerzen in der Leiste und im Bauchraum auf, sowie massives Krankheitsgefühl und Übelkeit. Dann besteht eine sofortige Operationsindikation.

Im St. Vinzenz Hospital Dinslaken verwenden wir mehrere bewährte und neuartige erprobte Operationsmethoden. An die von uns verwendeten Implantate und Nahtmaterialien stellen wir höchste Ansprüche hinsichtlich Fertigungsqualität und Verträglichkeit. Aus der Vielzahl an Lieferanten haben wir die Firma MEDTRONIC ausgewählt, mit der wir auf Referenzniveau zusammenarbeiten.

Wichtiger als nur eine attraktive "moderne" Methode anzubieten ist es uns, jeden Patienten individuell zu behandeln und das Konzept der "Maßgeschneiderten Chirurgie" (auch "tailored approach" genannt) zu nutzen: Jeder Patient bekommt ein maßgeschneidertes, für ihn oder sie optimales Operationsverfahren !

In Abhängigkeit von den individuellen Anforderungen des Patienten (Alter, Beruf, Geschlecht, allgemeiner Gesundheitszustand, körperlicher Belastung sowie Größe und Schwere des Befundes) wird in enger Absprache mit dem Patienten die optimale Operationstechnik aus den folgenden Verfahren ausgewählt:

    Netz-Methoden

    •   TEPP Verfahren (endoskopisch)

    •    Lichtenstein- Verfahren

    Netzfreie Verfahren

    •   Shouldice Verfahren

    Shouldice-Verfahren

    Dieses Verfahren wird auch als Gold-Standard in der Leistenbruchchirurgie bezeichnet. Das besondere daran ist die elastische Doppelung der einzelnen Bauchdeckenschichten im Leistenbereich durch eine spezielle Nahttechnik. Damit bleibt die Verschieblichkeit der einzelnen Muskelschichten untereinander vollständig erhalten. Körperliche Schonung ist nur in den ersten 2 Wochen nach der Operation notwendig, die Arbeit/berufliche Tätigkeit kann je nach Belastung am Arbeitsplatz 1 bis 3 Wochen nach der Operation wieder aufgenommen werden.
    Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens ist die sehr geringe Wahrscheinlichkeit eines Rezidives von weniger als 2%. Das netzfreie Shouldice Verfahren wird besonders bei jungen Patienten (unter 40 Jahren) verwendet, die einen einseitigen erstmalig aufgetretenen  Bruch und  stabile Bindegewebs- und Muskelschichten aufweisen.

    Auf Wunsch kann dieses Verfahren auch in örtlicher Betäubung und als ambulanter Eingriff durchgeführt werden.

    Leistenhernienoperation nach Shouldice

    Samenstrang und Bruchsack bei Shouldice-OP

    Die vernähte und verstärkte Leiste bei Shouldice-OP

Das anatomisch konfigurierte Spezialnetz

(hier: rechtes und linkes Netz)

    TEPP-Verfahren

    Dieses Verfahren ist die minimal invasive Methode, die wir bei den meisten unserer Patienten anwenden. In Vollnarkose wird ein 1 cm langer Schnitt im Nabel gesetzt, über den dann der Raum vor dem Leistebruch (das "Präperitoneaum") freigelegt wird, der Bruch beseitigt wird und dann ein anatomisch vorgeformtes spezielles Polyester-Netz über die Bruchlücken platziert wird, so dass ein erneuter Bruch nicht mehr entstehen kann. (Eine detailliertere Dastellung finden Sie auch hier)

    Dieses Verfahren eignet sich perfekt für Patienten ab ca. 40 Jahren, bei beidseitigem Bruch und bei Rezidivbruch.

    Körperliche Schonung ist nur in der ersten Woche nach der Operation notwendig, die Arbeit/berufliche Tätigkeit kann je nach Belastung am Arbeitsplatz 1 bis 3 Wochen nach der Operation wieder aufgenommen werden.
    Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens ist die sehr geringe Wahrscheinlichkeit eines Rezidives von weniger als 2%.

    Lichtenstein Verfahren

    Beim Lichtenstein Verfahren wird der Defekt in der Leistenregion mit einer einzelnen Nahttechnik kombiniert mit der Implantation eines Kunststoffnetzes behoben. Hierbei wird ein quadratisches Netz mit der obersten Muskelschicht vernäht. Die Lichtenstein Verfahren wird hauptsächlich für ältere Patienten mit einseitigem Bruch verwendet, jedoch nur, wenn die Bauchdecke keine ausreichende Stabilität für eine primäre chirurgische Naht bietet.

    Auf Wunsch kann dieses Verfahren auch in örtlicher Betäubung und als ambulanter Eingriff durchgeführt werden.

Das Lichtenstein-Netz (PROGRIP)

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